Mit FolkloreCheck bringen wir Aufklärungsarbeit dorthin, wo insbesondere jüngere Menschen einen großen Teil ihrer Informationen konsumieren: in die sozialen Medien. In kurzen, niedrigschwelligen Videoformaten greifen wir Vorurteile, verbreitete Annahmen und Fragen rund um Sinti* und Roma* auf und verbinden sie mit Wissen und Perspektiven aus der Community.

Der Ansatz folgt dabei unserem Grundgedanken, Sinti* und Roma* nicht ausschließlich als Gegenstand von Aufklärung darzustellen, sondern selbst als Wissensgeberinnen und Expertinnen sichtbar zu machen. Das ist gerade im digitalen Raum relevant: Der Berlin-Monitor 2025 zeigt, dass lediglich 21 % der befragten Berliner*innen persönliche Kontakte zu Sinti und Roma angeben, während 51 % ihre Erfahrungen weitgehend aus den Medien beziehen.

Aufklärung, die zu Social Media passt

FolkloreCheck ist deshalb bewusst nicht wie ein klassisches Bildungsseminar aufgebaut. Inhalte werden für Social Media didaktisch reduziert, visuell aufbereitet und in kurzen Videoformaten wie Reels und Shorts vermittelt. Komplexe Themen werden auf zentrale Aussagen heruntergebrochen, verständlich erklärt und so aufbereitet, dass sie Interesse wecken und zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema anregen.

Dabei verbinden wir Wissensvermittlung, Storytelling, persönliche Ansprache und den Peer-Ansatz. Die Kommentarfunktionen ermöglichen darüber hinaus unmittelbare Reaktionen und Austausch mit den Nutzer*innen. Damit wird Social Media für uns nicht nur zum Veröffentlichungskanal, sondern zu einem eigenen Raum für digitale Bildungs- und Aufklärungsarbeit.

Die Bedeutung differenzierter medialer Bilder wird inzwischen auch durch aktuelle Forschung unterstrichen. Der Berlin-Monitor 2025 verweist angesichts der seltenen persönlichen Kontakte ausdrücklich auf die Bedeutung medial vermittelter Vorstellungen und sieht differenzierte Medienbilder sowie persönliche Kontakte als wichtige Ansatzpunkte.

Von der Idee bis zum fertigen Video aus einer Hand

Eine besondere Stärke des Formats ist, dass wir die notwendigen Kompetenzen innerhalb unseres eigenen Teams aufgebaut haben. Von Themenfindung und Konzeption über Skripterstellung und Aufnahme bis hin zu Kamera, Schnitt, Veröffentlichung und Communitymanagement können wir den gesamten Produktionsprozess selbst umsetzen.

Dabei bringt insbesondere Vanessa ihre mehrjährige berufliche Erfahrung aus Marketing und Social-Media-Marketing ein. Diese Erfahrung verbinden wir mit dem Wissen und den Perspektiven unserer Community. So können wir fachliche Inhalte mit zeitgemäßer digitaler Kommunikation zusammenbringen und unsere Formate fortlaufend weiterentwickeln.

Über 270.000 Aufrufe mit eigenen Mitteln

Dass dieser Ansatz Menschen erreicht, zeigen bereits unsere ersten Ergebnisse. Ein FolkloreCheck-Beitrag erzielte auf TikTok mehr als 200.000 Aufrufe und rund 170 Kommentare. Auf Instagram kamen weitere rund 70.000 Aufrufe und etwa 50 Kommentare hinzu. Damit erreichte allein dieser Inhalt plattformübergreifend mehr als 270.000 Aufrufe. Auch weitere Veröffentlichungen erzielten hohe Reichweiten und führten zu Reaktionen und dem Wunsch nach weiterer Aufklärung.

Besonders wichtig für uns: Diese Ergebnisse wurden bislang ohne eine reguläre Projektförderung erzielt. Konzeption, Produktion, Schnitt, Veröffentlichung und Communitymanagement wurden vereinsintern, ehrenamtlich und mit eigenen Mitteln umgesetzt.

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